Januar 2019-Altbausanierung

Alle Fragen & Antworten zum Thema Altbausanierung

  • Bauherr/in asked:
    Kann ein Gebäude aus den 60er Jahren asbestbelastet sein?
    • VPB replied:
      Grundsätzlich ja. Untersuchungen diesbezüglich sind angebracht. Vorsicht – Asbest kann auch in den Bodenbelägen, in Klebern, Spachtelmassen und Putzen vorhanden sein. Vor Abbruch untersuchen lassen!
  • Bauherr/in asked:
    Wir haben eine alte denkmalgeschützte Villa und möchten diese sanieren und umplanen. Die Balken sehen schon sehr marode aus. Sollten wir diese untersuchen lassen.
    • VPB replied:
      Auf jeden Fall sollten die alten Holzkonstruktionen im Dachstuhl als auch in den Decken / Boden auf mögliche Schädigungen untersucht werden, bevor geplant wird! Aus eigener Erfahrung in diesem Bereich weiß ich, dass Unterlassungen schnell zu hohen, unerwarteten Kosten führen können. Als Entscheidungshilfe für weitere Planungen sind grundsätzliche Untersuchungen der Bausubstanz unerlässlich.
  • Bauherr/in asked:
    Ich möchte mein Dach neu eindecken und auch gleich neu dämmen. Worauf ist zu achten?
    • VPB replied:
      Grundsätzlich ist immer eine genaue Analyse der Örtlichkeit notwendig, und es ist eine Berechnung der notwendigen Dämmstärke vorzunehmen. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist die einzubauende Dampfbremse. Diese kann von außen nachträglich eingebaut werden oder aber von Innen, was immer Abbruchmaßnahmen im Innern mit sich führt. Es gibt sogenannte Vollsparrendämmungen (hier wird der Sparren voll ausgedämmt) oder auch Aufsparrendämmungen (hier auf den Sparren gedämmt), die meistens bei nachträglichen Dämmmaßnahmen Anwendung finden. Wichtig ist immer die genaue Detailplanung dieser Arbeiten, die von einem Fachmann (Ingenieur / Architekt) durchgeführt werden sollten. Zum Teil gibt es auch Fördermaßnahmen von der KfW-Bank für solche Maßnahmen.
  • Bauherr/in asked:
    Guten Tag ich habe eine Eigentumswohnung erworben. Mir wurde angeboten die Fliesen arbeiten im eigenleistung zu machen um Kosten zu sparen. Was darf ich dann für die eigenleistung entge rechnen? Viele Grüße Ana
    • VPB replied:
      Vielen Dank für Ihre Frage, die allerdings nicht zum heutigen Thema „Altbau“ passt. Was Sie grundsätzlich zum Thema Eigenleistung beachten müssen, finden Sie in unserem Serviceartikel hier https://www.vpb.de/presse-service-eigenleistung-hausbau.html wobei die Preise regional variieren und sich in unserem Text auf 2017 beziehen. Da bei einem Bauträgervertrag - das Objekt ist ja eine Eigentumswohnung - immer auch ein Grundstücksanteil mitveräußert wird, ist der Vertrag notariell zu beurkunden. Dasselbe gilt dann auch für Vertragsänderungen von einigem Gewicht. Ob die Ihnen vorgeschlagenen Änderungen darunter fallen oder nicht, können und dürfen wir nicht beurteilen, dafür wenden Sie sich bitte an entsprechende Juristen wie zB den beurkundenden Notar.
  • Bauherr/in asked:
    Ich habe gehört, ein alter Bitumenanstrich, also eine schwarze Wanne, hält nur rund 30 Jahre, dann zersetzt sich der Anstrich und Feuchtigkeit kann ins Mauerwerk dringen. Ist das so? Meine ganzen Nachbarn (Reihenhaussiedlung) graben eben nach und nach ihre Häuser ab und isolieren neu. Kommt das auch auf uns zu oder gibt es da technisch Alternativen? Was ist mit abdichten von innen?
    • VPB replied:
      Die alten Abdichtungen von außen sind schadhaft, nicht weil eine Bitumenabdichtung nur 30 Jahre hält, sondern Beschädigungen von außen (Steine) diese zerstören und weil in der Regel nicht gemäß den einschlägigen Normen abgedichtet wird. Hier wird unter anderem der Schutz der Abdichtung vorgeschrieben. Empfehlenswert ist immer die Abdichtung von außen – von innen ist es immer eine Lösung, wenn es von außen nicht geht. Es gibt auch Lösungen für eine Innenabdichtung. Nur sind diese im Allgemeinen nicht günstiger, wenn diese fachgerecht ausgeführt werden.
  • Bauherr/in asked:
    Wir haben ein Haus von 1862. Im Keller blühen die Natursteinwände aus. Ist das bedenklich oder normal? Was könnte das sein? Was sollen wir tun? Welche Untersuchungen veranlassen? Oder einfach ignorieren. Sieht aus (und schmeckt ) wie Salz, riecht nicht.
    • VPB replied:
      Bei einem Haus dieses Baujahres ist das normal, da damals die Wände nicht abgedichtet worden sind bzw. das Wissen noch nicht vorhanden war. Bei den Ausblühungen handelt es sich tatsächlich um Salze! Daher auch der Geschmack. Eine Untersuchung macht grundsätzlich Sinn, um festzustellen, ob eine Schädigung vorliegt, die abgestellt werden sollte. Grundsätzlich macht es dem Mauerwerk nichts aus, wenn es feucht ist.
  • Bauherr/in asked:
    Wir haben ein Haus aus den später 60er Jahren. An den Kellerwänden fällt ringsum unten der Putz ständig ab, egal, wie oft wir ihn erneuern, es sind diese zwei Steinschichten unter der Trennschicht. Das sieht so ungepflegt aus, gibt es da gar keine dauerhafte Lösung? Irgendeinen vernünftigen Putz?
    • VPB replied:
      Es gibt sogenannte Sanierungsputze oder auch Opferputze. Hierbei wird genau ermittelt, welche Kristalle – Salze sich im Mauerwerk befinden und wie hoch die Feuchtigkeitsbelastung ist. Hierauf abgestimmt können dann Putze aufgetragen werden, die eine bestimmte Lebensdauer haben und dann erneuert werden müssen. Eine Abdichtung von außen ist auch eine Möglichkeit, um die Ursache der Feuchtigkeitsbelastung abzustellen. Das ist aber die teure Variante. Es kommt immer darauf an, was Sie mit Ihrem Keller machen wollen. Ein Lagerraum hat natürlich nicht so hohe Ansprüche wie ein Wohnraum. Das muss man immer abwägen, bevor man saniert.
  • Bauherr/in asked:
    Wir haben eine Schimmelecke im Souterrain, an der Wand, die im Erdreich steckt. Wasserleitungen sind nicht in der Wand, Feuchtigkeit kommt also wahrscheinlich von außen. Was können wir da eigentlich tun, um die Wand trocken zu legen? Müssen wir von außen abgraben und Abdichten? Oder geht das auch von innen? Gibt es eine billigere Methode, bei der wir nicht den ganzen Garten obendrüber aufreißen müssen?
    • VPB replied:
      Grundsätzlich muss zunächst einmal die Ursache festgestellt werden. Eine Abdichtung von außen, ist in meinen Augen immer die beste Lösung, wenn dieses machbar ist. Oft ist es auch notwendig, eine horizontale Abdichtung vorzunehmen mittels Injektionsverfahren oder aber Eintreiben von Blechen. Man kann eine komplette Abdichtung von innen vornehmen – empfehlenswerter ist, wie schon gesagt, immer die Abdichtung von außen!
  • Bauherr/in asked:
    Wir sind dabei, einen Altbau zu kaufen, den wir dann kräftig sanieren und auch viel umbauen wollen. Dazu wäre es gut, wenn wir alle alten Baupläne hätten. Muss der Verkäufer uns die eigentlich übergeben?
    • VPB replied:
      Ein Fachanwalt kann Ihnen hier bestimmt weiterhelfen. Ob die Pläne übergeben werden müssen, kann ich nicht sagen – es macht aber auf alle Fälle Sinn, diese zu haben und ich wüsste auch nicht, was dagegen sprechen würde, diese zu übergeben, soweit vorhanden.
  • Bauherr/in asked:
    Wir haben das Haus unserer Großmutter übernommen und möchten es nun nach und nach innen wie außen modernisieren. Für welche Sanierungsarbeiten gibt es eigentlich nennenswerte staatliche Zuschüsse? Was lohnt so richtig?
    • VPB replied:
      Es gibt mehrere Möglichkeiten der Zuschüsse. In der Regel sind dies günstige Zinskonditionen der KfW-Bank. Sie können zum Beispiel eine komplette Sanierung des bestehenden Gebäudes zu einem Effizienzhaus vornehmen (wenn dieses möglich ist – das muss im Einzelfall untersucht werden). Es gibt allerdings auch Zuschüsse der KfW-Bank für Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel Erneuerung der Heizungsanlage, Dachdämmung, Fassadendämmung etc. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betreibt Förderprogramme. Daneben gibt es auch Förderungen der Bundesländer, oft über deren Investitionsbanken. Und auch viele Kommunen subventionieren energetische oder sonstige Sanierungen. Ein zugelassener Energieberater kann Ihnen da im ersten Schritt weiterhelfen und Ihnen sagen, was sich lohnen würde. Im zweiten Schritt bedarf dieses dann einer genauen Planung durch einen Fachingenieur / Architekten.