Oktober 2016

Bisherige Antworten.

  • Bauherr asked:
    Gibt es Zuschüsse für die Dämmung der warmwasserleitungen und der obersten geschossdecke?
    • VPB replied:
      Hallo, eine Förderung der Dämmung der obersten Geschossdecke sowie der Warmwasserleitungen ist möglich, jedoch gelten dafür bestimmte Vorausetzungen. Abgesehen von der Kfw sind auch regionale Förderprogramme möglich.
  • Bauherr asked:
    Guten Tag liebe Frau Queißer, ich habe vor einiger Zeit eine neue Heizung erhalten (Öl gegen Gas getauscht). Nun wurden die Rohre im Keller überhaupt nicht gedämmt - also die Leitungen (Kupfer) die dort so verlegt wurden. Ist das richtig? Ich habe einmal gelesen, dass Leistungen (Wasser) gedämmt werden müssen, schlißlich laufen warm und kalt ja nebeneinander her? Vielen dank für Ihre Antwort. Beste Grüße Hans Meiser
    • VPB replied:
      Hallo Herr Meiser, Gem. Energieeinsparverordnung muss die Wärmeabgabe von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen durch Wärmedämmung begrenzt werden. Ob eine Dämmung notwendig ist, hängt grundsätzlich vom Verlauf der Leitungen sowie vom Innendurchmesser ab.
  • Bauherr asked:
    Guten Tag, ich lese schon fleissig mit! Ich habe ein Haus (Denkmal) erworben. Nun wird mir mittgeteilt, dass ich keine Dämmung aufbringe kann und die Immobilie nur teilweise energetisch sanieren kann. Das war mir leider im Vorfeld nicht bewusst.ich wollte die Arbeiten selber ausführen, aber es muss wohl alles mit dem Denkamlamt abgestimmt werden. Ist das so?
    • VPB replied:
      Hallo, Ja, dem ist so. Sämtliche Eingriffe an der thermischen Gebäudehülle und ggf. noch darüber hinaus, müssen mit der zuständigen Denkmalbehörde abgestimmt werden. Denkmäler sind grundsätzlich von den Forderungen der Energieeinsparverordnung befreit. Wenn eine energetische Ertüchtiung der thermischen Gebäudehülle erfolgen soll, so wäre eine Ausführung einer Innendämmung möglich. Allerdings ist dies im Einzelfall zu untersuchen, da der Einbau einer Innendämmung aufgrund der Taupunktverlagerung grundsätzlich bauphysikalisch problematisch ist. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass kein Denkmalschutz für den Innenbereich existiert.
  • Bauherr asked:
    Wir wollen unser Elternhaus verkaufen und brauchen dazu einen Energieausweis. Wer kann/darf den für uns machen?
    • VPB replied:
      Den Ausweis für Bestandsgebäude samt Modernisierungsempfehlungen dürfen folgende Fachleute ausstellen: Personen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur (auch Innenarchitektur), Hochbau, Bauingenieurwesen, technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt der aufgezählten Fachgebiete. Des Weiteren Personen, die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe oder für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen, sowie Handwerksmeister der zulassungsfreien Handwerke dieser Bereiche und Personen, die aufgrund ihrer Ausbildung berechtigt sind, ein solches Handwerk ohne Meistertitel selbstständig auszuüben. Ferner staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, die Beurteilung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder die Beurteilung von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst. Außerdem müssen die oben erwähnten Personengruppen eine weitere der folgenden Voraussetzungen erfüllen, um Energieausweise ausstellen zu dürfen: Während des Studiums haben sie einen Ausbildungsschwerpunkt im Bereich des energiesparenden Bauens studiert. Nach dem Studium haben sie mindestens zwei Jahre lang Berufserfahrung in wesentlichen bau- oder anlagentechnischen Tätigkeitsbereichen des Hochbaus gesammelt. Sie haben eine erfolgreiche Fortbildung im Bereich des energiesparenden Bauens absolviert, deren Inhalte die EnEV in ihrer 11. Anlage näher bestimmt. Sie sind als vereidigte Sachverständige öffentlich bestellt für ein Sachgebiet des energiesparenden Bauens oder für wesentliche bau- oder anlagentechnische Tätigkeitsbereiche des Hochbaus. Zusätzlich dürfen alle Fachleute Energieausweise für den Bestand ausstellen, die dazu auch bisher im Neubaubereich berechtigt sind. Unabhängig von diesen weiteren Voraussetzungen sind Personen zur Ausstellung berechtigt, die nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften der Länder zur Unterzeichnung von bautechnischen Nachweisen des Wärmeschutzes oder der Energieeinsparung bei der Errichtung von Gebäuden berechtigt sind – und zwar im Rahmen der jeweiligen Nachweisberechtigung. In den Übergangsvorschriften sieht die EnEV weiterhin vor, dass außerdem folgende Berufsgruppen die Energieausweise im Wohnbestand bundesweit ausstellen dürfen: Alle sogenannten Vor-Ort-Berater, die sich vor dem 25. April 2007 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) haben registrieren lassen. Des Weiteren alle Energiefachberater im Baustoff-Fachhandel und in der Baustoffindustrie, die ihre Weiterbildung zum Energiefachberater bis zum 25. April 2007 erfolgreich abgeschlossen hatten oder zu diesem Zeitpunkt in Weiterbildung waren und diese erfolgreich abgeschlossen haben und zugleich am 25.4.2007 über eine abgeschlossene Berufsausbildung im Baustoff-Fachhandel oder in der Baustoffindustrie verfügt haben. Außerdem alle Personen, die am 25. April 2007 über eine abgeschlossene Weiterbildung zum Energieberater des Handwerks verfügt haben oder eine solche Weiterbildung vor dem 25. April 2007 begonnen und diese erfolgreich abgeschlossen haben. ... Sie wundern sich sicher, warum diese lange Antwort so schnell kam ;-)) Ganz einfach, wir hatten sie schon lange fertig. Und zwar steht Sie bei unseren FAQs zum Thema "Energieausweis" auf unserer Website. Da lesen Sie noch viel mehr, was Ihnen vielleicht dienlich ist. http://www.vpb.de/faq-energieausweis.html Viel Glück beim Verkauf. Dazu haben wir übrigens auch noch ein paar Tipps für Sie - http://www.vpb.de/faq-immobilienverkauf.html
  • Bauherr asked:
    Hallo und danke für das Beratungsangebot. Wur wollen unser Dach neu decken lasen. Natürlich haben wir da Dämmung aus Polystyrol. Sicher auch mit HBCD. Angesichts der Probleme bei der Entsorgung im Augenblick, sollen wir die Arbeiten lieber verschieben? Was raten Sie? Danke!
    • VPB replied:
      Hallo, aufgrund der aktuellen Problematik hinsichtlich der Einstufung als Sondermüll wäre es ggf. besser auf alternative, natürliche oder mineralische Dämmstoffe zurückzugreifen. Allerdings ist dies mit höheren Kosten und ggf. zusätzlichen Maßnahmen verbunden.
  • Bauherr asked:
    Hallo! Wir möchten unseren Keller teilweise zum wohnen ausbauen. Für unseren Sohn. Was müssen wir da beachten, sprich müssen wir die neuen Wohnräume dämmen und wenn ja, wie? Danke für Ihre Antwort!
    • VPB replied:
      Hallo, grundsätzlich sollten Sie beachten, dass ggf. hohe Kosten entstehen, um aus untergeordneten Räumen, Wohnräume in Untergeschossen zu machen. Die Dämmung der Gebäudehülle sollte in jedem Fall von außen erfolgen. Des Weiteren ergeben sich aufgrund der Nutzungsänderung ggf. Notwendigkeiten der kontrollierten Be- und Entlüftung. Auch hier bietet der Verband entsprechende Einstiegspakete an, um den jeweiligen Aufwand mit Ihnen zu besprechen. http://www.vpb.de/vpb-einstiegspakete.html
  • Bauherr asked:
    Wir würden schon gern energetisch was an unserem Haus verbessern. Aber wo sollen wir anfangen ? Fragen wir den Schreiner will er uns neue Fenster verkaufen. Wenn wir zum Putzer gegen gibt's eine Dämmung. Aber wie erfahren wir, was wirklich gut für uns ist? Haben Sie da so was wie eine Art Basisberatung?
    • VPB replied:
      Ja, eine firmen- und produktneutrale Einstiegsberatung bekommen Sie beim VPB. Schauen Sie sich mal die speziellen VPB-Einstiegspakete an. Für Sie kämen eventuell das Paket "Individueller Sanierungsfahrplan" oder das Paket "Energetische Modernisierung" in Frage. Sie finden alles Wissenswerte dazu hier: http://www.vpb.de/vpb-einstiegspakete.html
  • Bauherr asked:
    Zunächst vielen Dank, dass Sie so einen Service anbieten. Wir haben ein Haus und noch alte Fenster eingebaut, die Fassde ist nicht gedämmt, nun wurde uns gesagt, dass wir dann keine 3 fach Verglasung nehmen sollten, wenn wir nicht die Fassade dämmen. Können Sie diese bestätigen?
    • VPB replied:
      Hallo, nein dies kann ich nicht bestätigen. Auch wenn die Verglasung mit zur thermischen Gebäudehülle zählt, gibt es keinen Zusammenhang zwischen der Ausführung einer Fassadendämmung und der Verglasung der Fensterkonstruktionen. Sinnvoll wäre diese Maßnahme aufgrund des mit hoher Wahrscheinlichkeit relativ geringen Einspareffektes jedoch nicht. Des Weiteren ergibt sich bei einem Austausch der Fensterkonstruktionen die Notwendigkeit eines Lüftungskonzeptes. D. h. es muss nach dem Einbau neuer Fensterkonstruktionen aufgrund des "dichten" Einbaus eine kontrollierte Be- und Entlüftung stattfinden, da sonst das Risiko der Schimmelbildung steigt.
  • Bauherr asked:
    Hallo, muss ich bei einer Instandsetzung die Fassade von meinem Haus zwingend dämmen?
    • VPB replied:
      Hallo, grundsätzlich besteht bei einer Bestandsimmobilie der Bestandsschutz. Sollten Flächenanteile der thermischen Gebäudehülle beschädigt sein und eine entsprechende Instandsetzung notwendig werden, so können diese instand gesetzt werden, d. h. sie müssen nicht energetisch ertüchtigt werden. Die Energieeinsparverordnung gibt für neu herzustellende Bauteile gewisse Bagatellgrenzen vor. Erst bei einer Überschreitung dieser Grenzen muss das jeweilige neu hergestellte Bauteil eine bestimmte energetische Qualität aufweisen. Die Ausführung eines Neuanstrichs eines Gebäudes fällt nicht unter eine Instandsetzung.
  • Bauherr asked:
    Wie kann ich schon im Vorfeld abschätzen, ob sich die energetische Sanierung meines Hauses lohnt und mit welchem Einsparpotential ich rechnen kann?
    • VPB replied:
      In der Tat hat sich gezeigt, dass das Einsparpotential durch Sanierungsmaßnahmen sehr schwankt. Selbst bei vergleichbaren Objekten und Maßnahmen gab es hier erhebliche Unterschiede. Dies liegt unter anderem daran, dass die Berechnungen oftmals auf Annahmewerten, sogenannten Bedarfswerten beruhen. Um eine genauere Berechnung des möglichen Einsparpotentials zu erhalten, ist es hilfreich, im Vorhinein die tatsächlichen Verbrauchswerte zu ermitteln. Dies kann auch durch Vorlage der letzten Rechnungen über Stromverbrauch, Heizöllieferungen etc. erfolgen. Werden diese Werte als Berechnungsgrundlage genommen, kann eine genauere Ermittlung des Sparpotentials erfolgen.

September 2016

Die Fragestunde vom 23. September ist jetzt beendet. Vielen Dank für Ihre Teilnahme. Die nächste findet am 07. Oktober statt.

Bisherige Antworten.

  • Bauherr asked:
    Wir haben ein verklinkertes Einfamilienhaus und wollen es jetzt dämmen lassen. Wie sollen wir vorgehen?
    • VPB replied:
      Bei Klinkerhäusern, die ja eine zweischalige Fassade haben, eignet sich in der Regel eine Einblasdämmung zwischen den Wandscheiben zur Verbesserung der Energieeffizienz. Allerdings ist der Hohlraum in der Regel mit 4 bis 5 Zentimetern recht schmal, außerdem sind meist im Bereich von Fensteranschlüssen Wärmebrücken vorhanden. Problematisch kann dagegen eine außen angebrachte Dämmung sein. Eine Wärmedämmung kann hier sogar zu unnötigen Schäden führen. Es muss beachtet werden, dass in der Hinterlüftung auch eine Entwässerung stattfindet, die über Öffnungen am Wandfuß nach außen abgeleitet wird. das kann nicht einfach so geschlossen werden. Deshalb sollten Sie sich unbedingt erst einmal einen unabhängigen Sachverständigen holen, der sich das Haus genau anschaut und prüft, welche Sanierungsmethoden für Ihr Haus geeignet sind.
  • Bauherr asked:
    Ich will mein Dach neu decken lassen. Es ist teilweise ausgebaut, nur der Spitzboden nicht. Nun hat mir der Dachdecker ein Angebot gemacht. Er hat behauptet, ich müsse 20 Zentimeter Dämmung unter die Ziegel legen lassen, das sei so Vorschrift. Er hat mir sogar Tabellen dazu gezeigt und mich regelrecht unter Druck gesetzt. Stimmt das denn so? Was soll ich machen?
    • VPB replied:
      Sie sollten sich auf gar keine Fall unter Druck setzen lassen. Das, was Sie im Augenblick auf dem Dach haben, das müssen Sie im Prinzip erst einmal nicht nachbessern. Solange Sie nichts ändern, darf alles beim Alten bleiben. Da haben Sie in der Regel Bestandsschutz – vorausgesetzt natürlich immer, der bestehende Bau entspricht geltendem Recht. Erst in dem Augenblick, in dem Sie größere Veränderungen vorhaben, kann es sein, dass Sie mehr Dämmung brauchen. Aber welche Art der Dämmung und wie dick die ausfallen muss, das sollten Sie jetzt erst einmal von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Er begutachtet das gesamte Haus und kann Ihnen dann sagen, was wirklich gemacht werden muss und vor allem auch wie. Und erst wenn Sie dieses Gutachten vorliegen haben, dann beauftragen Sie den Dachdecker mit den im Gutachten vorgeschlagenen Arbeiten. Nicht anders herum! Und achten Sie darauf, dass der Experte Sie firmen- und produktneutral berät. Der Dachdecker tut das nicht unbedingt. Er sieht in der Regel nur sein Gewerk – und manche wollen auch einfach nur ihr Sortiment verkaufen.
  • Bauherr asked:
    Wir bauen ein neues Haus und möchten bei den Dämmstoffen nur ökologische Materialien verwenden. Was sollen wir wählen?
    • VPB replied:
      Da bieten sich natürliche Dämmstoffe an, wie beispielsweise Flachs, Hanf, Holzfasern, Roggen, Schafwolle, Zellulose, Schilf oder auch Blähbeton oder Kork. Achten Sie allerdings darauf, dass der Kork auch aus ökologischem Anbau kommt und dass die Dämmstoffe nicht etwa mit gesundheitsbedenklichen Flammschutzmitteln ausgerüstet sind. Die machen nämlich den ganzen gesunden Effekt wieder wett. Achten Sie auf Gütesiegel wie etwa das R-Zeichen. Zu den Dämmstoffen finden Sie auch einiges in unserm „ABC der Schadstoffe“ - http://www.vpb.de/abc-schadstoffe.html Und im VPB-Leitfaden "Gesund bauen und wohnen". Kriegen Sie im VPB-Shop in Print und digital http://www.vpb.de/broschuere-gesund-bauen.html Lesenswert dazu auch das Exprteninterview - http://www.vpb.de/experteninterview-oekologisch-bauen.html
  • Bauherr asked:
    Brauche ich eigentlich eine Baugenehmigung für Wärmedämmung und andere energetische Sanierungsmaßnahmen?
    • VPB replied:
      Für die Dämmung an sich nicht. Sollte die Fassade aber beispielsweise nach dem Aufbringen der Dämmung über die Grundstücksgrenze hinaus ragen, sieht das schon anders aus. Außerdem darf in jedem Fall die Behörde jederzeit prüfen, ob die Maßnahmen dem Gesetz entsprechen, in dem Fall also der Energieeinsparverordnung EnEV. Und Sie müssen als Bauherr nachweisen können, dass Sie die EnEV eingehalten haben. Sie brauchen also die Berechnungen schwarz auf weiß und vom ausgewiesenen Fachmann. Und weil Dämmen sehr teuer ist und dabei viel schief gehen kann, sollten sie sich erst einmal ein Sanierungsgutachten machen lassen. Und wenn feststeht, was gut ist für Ihr Haus, dann holen Sie sich Angebot ein. Nicht umgekehrt! Und: Falls Sie KfW-Mittel in Anspruch nehmen, müssen Sie natürlich nachher auch lückenlos belegen können, dass Sie die Mittel vorschriftsmäßig verwendet haben. Dazu benötigen Sie grundsätzlich einen Energieberater. Dessen Leistung wird von der KfW ebenfalls bezuschusst.
  • Bauherr asked:
    Wir wollen einen Naturdämmstoff, eine Zellulose-Dämmung, im Dachgeschoss einbauen. Jetzt hat man uns erzählt, dass die Wirkung der Dämmung aufgehoben wird, weil wir in den Dachgeschoss-Räumen Latexfarbe verwendet haben. Darunter sind Gipskartonplatten. Stimmt das?
    • VPB replied:
      Grundsätzlich hat ein Latexanstrich der Gipskartonplatten auf die verwendete Wärmedämmung überhaupt keinen Einfluss, so dass nichts dagegen spricht, dass Sie eine Zellulose-Dämmung einbauen lassen. Allerdings müssen beim Einbau einer neuen Dämmung immer auch andere bauphysikalische Kriterien berücksichtigt werden. Fragen Sie besser vorher noch einmal einen unabhängigen Sachverständigen. Er weiß, ob Ihre Pläne bautechnisch in sich stimmig und sinnvoll sind.
  • Bauherr asked:
    Wir möchten unser Haus von innen dämmen mit Verbundplatten. Ist das sinnvoll?
    • VPB replied:
      Innendämmung ist nicht unproblematisch. Denn sie muss so ausgelegt sein, dass sich nicht zwischen Außenmauer und Innendämmung Feuchtigkeit niederschlägt. Bei Holzbalkendecken sind Innendämmungen nicht dicht an die Decke anzuschließen, was zu Kondensat und faulenden Köpfen der Holzbalkendecke führen kann. Dazu muss ein Fachmann den so genannten Taupunkt berechnen. Recht gut geeignet für die Innendämmung sind moderne Baustoffe, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Ganz wichtig aber: Lassen Sie unbedingt vorher den Fachmann darauf schauen, sonst sanieren Sie vielleicht falsch und holen sich enorme Schäden ins Haus. In jedem Fall sind Innendämmungen etwas für den Fachbetrieb, Laien sollten das nicht machen!
  • Bauherr asked:
    Wir wollen energetisch sanieren und haben gehört, man soll sich erst einmal ein Sanierungsgutachten machen lassen, um sich nicht durch falsche Sanierung Schimmel ins Haus zu holen. Was kostet denn ein Sanierungsgutachten?
    • VPB replied:
      Das kommt darauf an, welche Unterlagen der Hauseigentümer dem Gutachter dazu zur Verfügung stellen kann. Wenn alle Pläne komplett vorliegen und dazu eine Wärmeschutzberechnung , dann geht es recht schnell. Dann dauert die Begutachtung vor Ort anhand der Pläne ca. eine bis zwei Stunden. Anschließend wird das Gutachten ausgearbeitet, was noch einmal rund vier Stunden dauert. Alles in allem kostet ein Gutachten für ein Einfamilienhaus etwa 500 bis 600 Euro. Teurer wird es allerdings, wenn gar keine Unterlagen vorhanden sind, dann muss erst aufgemessen werden, und das kostet viel Zeit und entsprechend Geld. Mehr zum Thema Energieberatung im Altbau finden Sie in unserem gleichnamigen VPB-Ratgebern - http://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Energieberatung_Altbau.pdf
  • Bauherr asked:
    Rechnet sich Wärmedämmung überhaupt?
    • VPB replied:
      Es kommt darauf an, wie das Haus aussieht. Ist es eine heruntergekommene Altimmobilie, die ohnehin ringsum aufwändig saniert werden muss, dann fällt neben Gerüst, neuem Putz und diffizilen Anschlussarbeiten der Preis für die Wärmedämmung tatsächlich nicht groß ins Gewicht. Das ist aber nicht der Alltag: Die meisten Hausbesitzer möchten etwas für die Umwelt tun und entschließen sich deshalb zur Dämmung. Meist ist ihr Haus gepflegt und gut im Schuss. Eine Außensanierung wäre nicht nötig. In solchen Fällen rechnen sich Wärmedämmverbundsysteme dann tatsächlich erst nach sehr langer Zeit. Generell gilt: Werden alte und defekte Dinge ersetzt, amortisiert sich das viel schneller. Besitzer gepflegter Immobilien sollten deshalb auch Alternativen erwägen. Darüber, was sich für sie lohnt und was zum Haus passt, sollten sie sich vom unabhängigen Experten firmen- und produktneutral beraten lassen – nicht vom Handwerker, denn natürlich neigt der Fassadenbauer dazu, das Wärmedämmverbundsystem zu empfehlen, während der Heizungsinstallateur die Heizung favorisiert.
  • Bauherr asked:
    Wir stehen vor der Frage, ob wir für die Neuanschaffung einer Heizung uns entscheiden sollen für ein Kleinkraftwerk zum normalen Kauf und selber betreiben oder eine konventionelle Heizung. Miete und Leasingsmodelle die früher scheint es nicht mehr zu geben. Mir fehlt ein Vergleichsrechenwerk (am besten natürlich interaktiv als Programm xml wie ein Konfigurator oder excelsheet, in das man gegenwärtigen Stromverbrauch, Heizgasverbrauch einsetzt und gegenwärtige Förderung und Vergütung abzieht, damit man sieht, was sich besser rechnet im Vergleich zu einer konventionellen Heizung. Ein auf Kaufbasis angeschafftes Kleinkraftwerk kostet rund 16.000 € zuzüglich Wartungskosten zuzüglich Betriebskosten zuzüglich Ausfallrisiko zuzüglich Ersatzteilkosten abzüglich Abschreibung abzüglich Fördermittel abzgl Stromvergütung abzgl Stromkostenersparnis. Da wir eine Menge Strom vebrauchen wäre das wichtig. Ich vermute, dass zur Zeit viele Menschen vor dieser Frage stehen und deshalb ist dieses Thema von Allgemeininteresse. Man müsste also erfassen getrennt: Anschaffungskosten: Materialkosten Installationskosten - Fördermittel Betriebskosten: Abschreibung auf Lebensdauer pro Jahr Wartungskosten pro Jahr Betriebsmittel pro Jahr Wirtschaftlichkeitsberechnung: voraussichtliche Stromproduktion insgesamt pro Jahr Abzüglich Stromkosten für Eigenverbrauch (Differenz zum Normalbezugspreis aus dem öffentlichen Netz) Stromvergütung für Einspeisung ins öffentliche Netz (voraussichtliche Jahresproduktion abzüglich Eigenbedarf) Gegebenenfalls Steuervergünstigung Bisherige Kosten für Strom Bisherige Kosten für Gas Gibt es eine solche Stelle, die einem das ausrechnet oder vielleicht ein Internetportal oder ein Excelsheet ?
    • VPB replied:
      Dies ist eine sehr spezielle Frage, die mir zeigt, dass Sie sich schon weit in diese Materie eingearbeitet haben. Mir ist momentan kein interaktiver Vergleichsrechner oder "Konfigurator" bekannt. Ich werde mich aber gerne im Kreise der Kollegen umhören. Bitte melden Sie sich einfach Anfang nächster Woche beim Rregionalbüro Augsburg, um sich über den Erfolg meiner Recherchebemühungen informieren zu lassen.
  • Bauherr asked:
    ich will ein haus vermieten und brauche einen energieausweis. Wer macht mir den?
    • VPB replied:
      Den Energieausweis für Bestandsgebäude samt Modernisierungsempfehlungen dürfen nur speziell geschule Fachleute ausstellen. Das haben wir beim VPB genau aufgelistet und zwar hier, in Antwort auf Frage 3 - http://www.vpb.de/faq-energieausweis.html